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FAQ: Kastration
 
BEMERKUNG DES UEBERSETZERS: Sollten Sie auch auf der entsprechenden amerikanischen Seite die Originalversion lesen, dann werden Sie feststellen, dass dort die Worte "Spay and neuter" verwendet werden. Schaut man im Wörterbuch nach, dann wird "to spay" mit "sterilisieren" und " to neuter" mit kastrieren uebersetzt.
Auf entsprechende Nachfrage bei der HRS wurde aber deutlich, dass hier mit
  • "to spay" das Kastrieren (Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken) des Weibchens und mit
  • "to neuter" das Kastrieren (Entfernung der Hoden) des Männchens gemeint ist.
Dies ist WICHTIG zum richtigen Verständnis, da ein grosser Unterschied zwischen der Sterilisation (Durchtrennen der Ei - bzw. Samenleiter - kein Einfluss auf den Hormonhaushalt !) und der Kastration besteht !!!!
Die House Rabbit Society empfiehlt generell die Kastration aller Kaninchen. Was die Kastration von Weibchen angeht kann es jedoch in Europa schwierig sein, einen auf diesem Gebiet erfahrenen Tierarzt zu finden. Genaues Nachfragen, unter Umständen auch bei mehreren Tierärzten, empfiehlt sich.

- Warum sollten Kaninchen kastriert werden?
- Ist eine Operation gefährlich für Kaninchen?
- In welchem Alter sollten Kaninchen kastriert werden?
- Wann ist ein Kaninchen zu alt um kastriert  zu werden?
- Kann man erkennen, ob ein weibliches Kaninchen schon sterilisiert bzw. kastriert wurde?
- Was kostet die Operation ?
- Wie finde ich einen erfahrenen Tierarzt?
- Welche Fragen soll ich dem Tierarzt stellen?
- Welche Vorsichtsmaßnahmen kann ich vor und nach der OP ergreifen?
- Weitere Tips

Primary Author(s): Nancy LaRoche
Sources: HRH, various articles from the HRJ
Last Modified: 4/15/97

Warum sollten Kaninchen kastriert werden?

  • Kastrierte Kaninchen sind gesünder und leben länger. Das Risiko von wiederkehrendem Krebs ( Eierstöcke, Gebärmutter, Gesäuge) wird bei einem weiblichen Kaninchen vermieden. Die männlichen Tiere haben keine sexuellen Aggressionen mehr und Kämpfe werden vermieden.

  • Kastrierte Kaninchen sind bessere Gefährten. Sie sind ruhiger und lieber. Dazu lässt ihre Zerstörungswut nach (knabbern, graben) und sie sind nicht mehr so aggressiv (beissen,umkreisen, knurren)

  • Vermeidung unerwünschter Angewohnheiten. Unkastrierte Männchen spritzen, kastrierte Kaninchen sind leichter zur Sauberkeit zu erziehen.

  • Kastrierte Kaninchen tragen nicht zum Problem der Überbevölkerung bei . Jedes Jahr werden tausende unerwünschter Hunde, Katzen und andere Haustiere eingeschläfert. Dazu werden lästig gewordene Kaninchen ausgesetzt und sich selbst überlassen.Sie leiden unter Krankheiten, Hunger und werden Opfer von Verkehrsunfällen. In den Zoogeschäften wird oft nicht gefragt, in welches zuhause sie kommen. Viele dieser Kaninchen werden als Schlangenfutter verkauft, oder für ein kleines Kind, das bald das Interesse verliert.

  • Kastrierte Kaninchen kommen besser mit Artgenossen aus. Kaninchen sind soziale Tiere, die gerne Gesellschaft haben. Bevor ihr Kaninchen kastriert ist, wird es schwierig sein, es mit einem Artgenossen zusammen zu bringen. Bei einem Pärchen gäbe es ständig Nachwuchs, zwei Männchen vertragen sich sehr selten. Aggressives Verhalten kann durch Hormone entstehen.

  • Kastrieren ist eine ungefährliche Operation für Kaninchen wenn es von einem Kaninchenerfahrenem Tierarzt gemacht wird. Die House Rabbit Society hat über 1000 Kaninchen sterilisiert oder kastriert und dabei gab es nur ca .1% Todesfälle während der Narkose. Ein erfahrener Tierarzt kann ein gesundes Kaninchen mit einem sehr geringen Risiko operieren. Lassen Sie keinen unerfahrenen Tierarzt ihr Kaninchen operieren.

Ist eine Operation gefährlich für Kaninchen?

Operationen können für Kaninchen genauso sicher sein wie für andere Tiere. Unglücklicherweise haben viele Tierärzte keine oder wenig Erfahrung mit Operationstechniken, die sicher für Kaninchen sind. Lassen Sie niemals einen solchen Arzt Ihr Tier operieren. Wenn man Isofluorene als Betaeubungsmittel benutzt sowie passende Operationstechniken und auch die richtige Nachbehandlung anwendet, dann ist kastrieren genauso sicher, wie bei anderen Tieren.

In welchem Alter sollte ein Kaninchen kastriert werden?

Weibchen können kastriert werden, sobald sie geschlechtsreif sind, gewöhnlich mit etwa 4 Monaten. Viele Tierärzte warten aber lieber bis zum 6. Monat, da OPs bei jüngeren Kaninchen riskanter sind.

Männchen können kastriert werden, sobald die Hoden im Hodensack erscheinen, das ist mit etwa 3- 3 1/2 Monaten, aber die meisten Ärzte warten lieber bis zum 5 Monat.

Wann ist das Kaninchen zu alt für eine Kastration?

Tierärzte haben da ihre eigene Meinung, aber gewöhnlich werden OPs und Narkose nach dem 6. Lebensjahr riskanter.

Es wird geraten, vor der OP von Kaninchen, die älter als 2 Jahre sind, einen Gesundheitscheck durch zuführen. Das kann teurer als die OP sein, aber es hilft, evtl. Gefahren zu entdecken, die eine OP riskant machen. Das ist besonders wichtig, wenn andere Narkosemittel als Isofluorene benutzt werden.

Kann man erkennen, ob ein Weibchen schon kastriert wurde?

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass das noch nicht geschah.

Sie können den Bauch rasieren und nach einer Narbe schauen. Da aber Tierärzte verschiedene Nähtechniken anwenden, kann auch keine Narbe zu finden sein. Es ist zu hoffen, dass der Arzt den Bauch tätowiert hat, wenn es schon geschehen ist. Wenn man nichts findet, ist die einzige Möglichkeit sich zu vergewissern, wenn man mit der OP fortfährt.

Was kostet eine OP?

Die meisten Ärzte verlangen zwischen 60 DM und 90 DM (plus etwa 10 DM für's Fädenziehen). Es gibt aber auch Fäden, die sich nach dem verheilen auflösen und dem Kaninchen weiteren Stress mit dem Fadenziehen ersparen. Bei Notdiensten muss man mit ca. 30 DM rechnen.

Wie finde ich einen erfahrenen Tierarzt?

Schauen Sie unter Sektion 5.0 in dem FAQ " Wie finde ich einen guten Tierarzt? "

Welche Fragen soll ich dem Tierarzt stellen?

  • Wieviele KANINCHEN behandelt der Arzt im Jahr?

  • Wie viele KANINCHEN hat er im letzten Jahr kastriert ?

  • Wie hoch war die Erfolgsquote?

    90% erfolgreiche OPs ist etwas zu wenig. Jeder Arzt, ob für Tiere oder Menschen, kann gelegentlich einen Patienten verlieren, meistens wegen unentdeckter Probleme. Tierärzte, die für die HRS operieren, verlieren durchschnittlich weniger als 1/2 von 1%.

  • Wenn ein Tier stirbt, was kann der Grund sein?

  • Hat der Arzt Gebärmutter und Eierstöcke entfernt? (Er sollte es)

  • Hat der Arzt eine geschlossene oder offene Kastration vorgenommen? (die geschlossene sollte bevorzugt werden, lassen Sie sich den Unterschied erklären)

  • Wird die Öffnung zu den Hoden durch den Hodensack oder den Bauch gemacht? (Öffnung durch den Bauch vergrössert das Trauma einer OP für das Männchen unnötig)

  • Verlangt der Arzt, dass das Tier vor der OP kein Wasser und Futter bekommt? (Es ist besser, das NICHT zu tun -- Kaninchen können sich nicht erbrechen, deshalb gibt es da kein Risiko während der OP, Kaninchen sollten NIE völlig entleerte Verdauungsorgane haben)

  • Welche Narkosemittel werden benutzt (einige Ärzte sind sehr erfolgreich mit anderen Betäubungmitteln als Isofluorene, aber manchmal ist das Kaninchen "schlapp" nach der Operation, das wiederum kann die Wahrscheinlichkeit vergroessern, dass er/sie nur langsam anfaengt wieder zu fressen, was wiederum zu ernsten Problemen fuehren kann, wenn man nichts dagegen unternimmt.

  • Sprechen Sie die Prozedur mit dem Arzt durch (OP und unmittelbare Betreuung danach). Fragen Sie, wie Probleme entdeckt werden können: wie oft wird der Arzt nach dem Tier schauen, was wird er untersuchen? Was wird vor der OP getan, um evtl. Risiken auszuschliessen? Wie wird das Tier nach der OP unterstützt, Wärme, Ruhe (bellende Hunde und jaulende Katzen im Nachbarkäfig sind wahrscheinlich nicht sehr hilfreich)? Fragen Sie! Sie werden die Aufmerksamkeit des Arztes bekommen. Lassen Sie ihn wissen, dass Sie besorgt und aufmerksam sind.

Welche Maßnahmen können Sie vor und nach einer OP ergreifen?

Geben Sie dem Kaninchen Acidophilus (Milchsaeurebakterien zum Aufbau der Darmflora) für ein paar Tage nach der OP, nur um sicher zu sein, dass das Verdauungssystem wieder richtig funktioniert. Verändern Sie das Futter in diesem Zeitraum nicht.

Geben Sie nach der OP Acidophilus bis der Appetit wieder normal ist.

Sehen Sie jeden Morgen und Abend nach der Wunde. Nach einer Kastration kann der Hodensack anschwellen, warme Kompressen können helfen, man muss deswegen nicht übertrieben besorgt sein. Bei Anzeichen einer Infektion bringen Sie das Tier sofort zum Arzt.

Halten Sie frisch operierte Weibchen von Männchen fern. Ernste innere Verletzungen können entstehen, wenn er sie bespringt.

Nach einer OP achten Sie auf eine ruhige Umgebung, damit das Kaninchen nicht erschreckt. Ermuntern Sie es nicht zu akrobatischen Übungen, aber lassen Sie das Tier tun, was es möchte - es weiß, was weh tut und was nicht.

Einige Ärzte behalten das Tier über Nacht. Wenn Ihr Arzt Sie das Kaninchen am gleichen Tag mitnehmen lässt, beachten Sie folgendes:

  • Die meisten kastrierten Männchen kommen nach Hause und schauen nach Futter -- vergewissern Sie sich, dass sie Pellets, Wasser, und gutes Heu haben (gute, frische Luzerne ist geeignet, sie etwas zum Knabbern anzuregen)

  • Die meisten Weibchen wollen in Ruhe gelassen werden, wollen nicht fressen und sitzen still in der Ecke des Käfigs oder des Zimmers

Am nächsten Morgen, spätestens am nächsten Abend, ist es wichtig, dass das Tier etwas frisst. Es ist egal wieviel oder was, Hauptsache die Verdauung bleibt in Gang. Wenn es nicht frisst, bieten Sie ihm alles Mögliche an. Als letzte Möglichkeit stellen Sie einen Pelletbrei her (1 Teil Pellets, 2 Teile Wasser, sorgfältig mixen, geben Sie Acidophilus dazu und füttern Sie erbsengrosse Stücke mit einer Spritze ohne Nadel seitlich ins Maul)

Manchmal entfernen Weibchen die Nähte. Lassen Sie sie erneut nähen und wickeln Sie ein Geschirrtuch um ihren Bauch, das Sie mit einer elastischen Binde befestigen. Wenn sie normal atmen kann, ist es nicht zu eng.

Weitere Tips

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